| Beispiel für eine Krise als Ausgangssituation: Donnerstagabend. In einem Dienstleistungsunternehmen erhält der Geschäftsführer von einem seiner langjährigen Manager einen Anruf: Drei hochrangige Mitarbeiter sollen versucht haben, weitere Mitarbeiter dazu zu bewegen, mit ihnen die Firma zu verlassen und selbst am Markt tätig zu werden. Die Krise ist da. Für Freitagmorgen wird eine Besprechung angesetzt, an der sieben bis zehn Personen teilnehmen. Nicht alle Eingeladenen kennen die Ausgangssituation, sie wissen nur, etwas sehr Unangenehmes und Unerwartetes ist geschehen. |
| Beispiel für eine Innovation als Ausgangssituation: Samstag. Ein Team aus Marketingverantwortlichen und berater/innen nimmt an einer Infomesse teil, auf der Studierende und Studienabgänger Kontakt aufnehmen können zu verschiedenen Dienstleistungsunternehmen, die sich auf dieser Messe präsentieren. Durch die Gespräche, die am Messestand geführt werden, wird immer deutlicher, daß das Unternehmen sehr attraktiv ist für Studienabgänger, daß aber keinem Interessenten genaue Perspektiven angeboten werden können. Das Unternehmen hat keine typische Laufbahn definiert, die z. B. für ein/e Wirtschaftsingenieur/in als Berufsanfänger/in in Frage käme. Das Messeteam beschließt, bei der Rückkehr ins Unternehmen das Thema Laufbahn für Berufsanfänger/innen in einem Kreativitätsworkshop weiterzubearbeiten. Der für einen halben Tag angesetzte Workshop hat keinen Entscheider als Auftraggeber im Unternehmen. Ziel des Workshops ist also, als Reaktion auf die Erfahrungen auf der Messe einen Vorschlag zu erarbeiten, der den Entscheidern präsentiert werden soll. Da das Thema Laufbahnentwicklung nicht nur die Neueinstellungen betreffen wird, sondern vermutlich bei den meisten Managern und Mitarbeiter/innen Interesse wecken wird, muß über die Perspektiven für neue Mitarbeiter/innen auch bedacht werden, welche Perspektiven diejenigen haben, die schon länger im Unternehmen sind. |
| Was Sie nicht tun sollten: | Was Sie statt dessen tun können: |
| Darauf schimpfen, daß so wenig Zeit ist, oder wer Ihnen die Zeit gestohlen hat. | Der Gruppe sagen, daß weniger Zeit zur Verfügung steht, als Sie erwartet haben, und daß Sie jetzt die Zeit nutzen, die Sie haben. |
| Der Gruppe sagen, worauf sie jetzt leider verzichten muß. | Sagen, worauf Sie sich konzentrieren werden. |
| Die Bedürfnisse der Gruppe zurückstellen zugunsten Ihres Bedürfnisses, sich mehr Zeit zu verschaffen. | Die Bedürfnisse der Gruppe klar beantworten und das, was Sie wirklich zurückstellen möchten, sachlich begründen. |
| In Unterlagen und Medien wühlen, allgemeine Hektik verbreiten. | Mit dem anfangen, was Sie für wirklich wichtig halten, und in gutem Kontakt mit der Gruppe daran arbeiten. Lieber das, was Sie bearbeiten, gut machen und etwas anderes weglassen, als alles kurz und unbefriedigend anschneiden. |
| Schneller reden. | Absätze im Manuskript, Folien oder Nebenthemen unkommentiert weglassen. |
| Sich am Ende der Veranstaltung entschuldigen und mit großem Bedauern enden. | Der Gruppe danken für die konstruktive Mitarbeit und den erreichten Erfolg zusammenfassen. |
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