Nachwort
Sie haben nun viel Zeit damit zugebracht, Methoden kennenzulernen, auszuprobieren und Ihre eigene Wirkung genauer
unter die Lupe zu nehmen. Möglicherweise fühlen Sie sich noch sehr unsicher damit, was Sie wie anwenden und wie gestalten
sollen, denn durch die Beschäftigung mit den vielen Möglichkeiten sehen Sie auch Ihre eigenen Grenzen - die bisherigen
Grenzen - deutlicher.
Das ist völlig normal. Lassen Sie sich trotzdem von Ihrer Neugier leiten. Verfolgen Sie Ihre Präsentations- und
Moderationsideen auch dann, wenn Sie nicht sofort ein perfektes Bild davon haben. Manche Methoden muß man im echten
Leben ausprobieren, um zu sehen, ob sie für Sie oder für die Aufgabe geeignet sind. Sie werden einiges mit
Überzeugung angehen und später wieder verwerfen, und anderes zunächst ganz ablehnen, aber später doch
noch mal darauf zurückgreifen. Erlauben Sie sich diese Meinungsänderungen. Auch die sind normal.
Ebenso wie sich die Produkte und die Umgangsweise in der Dienstleistungsbranche verändern und erneuern, ändern
sich auch Moderations- und Präsentationsmethoden und -techniken mit der Zeit. Erinnern Sie sich noch an das Epidiaskop?
Bilder aus Büchern wurden mit Licht angestrahlt und dann an die Wand projiziert. Meist war nur ein trübes Funzeln
zu erkennen, aber das war lange Zeit die einzige Möglichkeit, teure Kunstbücher im Schulunterricht zu verwenden.
Nicht einmal die Art und Weise, mit Teilnehmer/innen in einer Präsentation oder bei einer Moderation umzugehen, bleibt
gleich. Früher hatte ein autoritäres, professorales Auftreten ein wesentlich besseres Image als heute. Dagegen war
die Fähigkeit, professionell zu improvisieren, eher unbekannt. Prozeßorientiert zu moderieren gehört für
Berater von morgen schon zu den selbstverständlichen Voraussetzungen.
Was Ihnen garantiert einen dauernden Lerneffekt sichert, ist, wenn Sie Ihre Wahrnehmung schulen: wenn Sie all die Fragen und
Checklisten, die Sie in den Unterlagen zu diesem Seminar finden, nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf die Präsentationen
und Moderationen anwenden, in denen Sie selbst Teilnehmer/in sind. Seien Sie anspruchsvoll, aber auch gnädig mit sich und mit
anderen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg in all den Rollen, die Sie einnehmen werden!