Vera  Naumann
Fichtenstraße 18
72184 Rohrdorf
Tel.: (0 74 57) 69 77 00

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Südafrika 2007/8

Impressionen eines Urlaubs

 

Vera Naumann und Joachim Wender
Reisezeit: 16.12.2007-9.1.2008

 

Für die besten Tipps, die schönsten Orte und die interessantesten Menschen danken wir Angela Naumann – Veras Schwester!

 

Unser Urlaub hatte fünf Stationen:


Weinparadies Franschhoek

 

Wein, Haute Cuisine und Entspannen in Franschhoek (sprich: „Fransch-Huck“), der wunderbaren Weingegend ca. eine Stunde nordöstlich von Kapstadt – besser hätte unser Urlaub kaum beginnen können. In der Nähe liegen Paarl und Stellenbosch, die viel Wein exportieren; Franschhoek ist touristisch aber wesentlich interessanter. Viele alte und junge Weingüter bieten offene Proben an oder unterhalten eigene Restaurants. Unsere Favoriten:

 

La petite Ferme: Die Weine, ca. 70.000 Flaschen im Jahr, werden gezielt für den Ausschank im Restaurant ausgebaut. Das Zusammenspiel der Weine mit der einfallsreichen, hochwertigen Küche ist ein absoluter Genuss, der Service freundlich, gekonnt und aufmerksam und die Szenerie grandios. Das Haus serviert Frühstück und Lunch, jedoch kein Dinner.

 

Restaurant im Wintergarten

 

Restaurant im Wintergarten

 

Man lässt sich Zeit: Mit einem Apéritif auf der Wiese lümmeln, irgendwann zu Tisch gebeten werden, danach noch ein Spaziergang zwischen den Reben und Rosen… Hier haben wir genug Wein eingekauft, um ihn während des weiteren Urlaubs an einsamen Orten zu genießen.

 

Wiese und Weinberge der Petite Ferme

 

Wiese und Weinberge der Petite Ferme

 

Ein Restaurant der Top-Klasse und sehr zu empfehlen ist auch die Haute Cabrière, zu Recht in zahlreichen Restaurantführern gelistet. Das Besondere an der Menügestaltung: Die Gäste stellen ihre Speisenfolge selbst zusammen, und die Weinliste enthält gezielte Beschreibungen, welcher Wein zu welchem Gericht passt. Wir haben auch andere Häuser in der Gegend besucht; das Essen war hier wirklich spitze, aber durch das Gesamterlebnis der Petite Ferme waren wir schon sehr verwöhnt. Auf der Homepage ist das Menü hinterlegt.

 

Bitter chocolate spring rolls with white chocolate milkshake shot

 

white chocolate milkshake shot

 

Unbedingt empfehlenswert finden wir auch das Weingut Môreson, sowohl das Gartenrestaurant als auch der Laden Bread & Wine, in dem fantasievolle Brote mit allerlei Einlagen gebacken und sofort abverkauft werden, z. B. Tomate und Mozzarella oder zahlreiche Kräuter. Auch Wurst- und Schinkenspezialitäten werden angeboten. Wer’s eilig hat oder im Restaurant gerade keinen Platz findet, kann einige Gerichte auch an Bistrotischen im Laden zu sich nehmen. Die Webseite enthält hübsche Fotos, die die heitere und gelassene Stimmung wunderbar wiedergeben. Bei den Weinen haben es uns ein Rosé des Hauses und ein Pinotage besonders angetan; es lohnt sich unbedingt, mehrere Weine zu probieren.

Die interessantesten, einfallsreichsten Cuvées, die wir in Südafrika getrunken haben, gibt es bei Solms-Delta. Dieses Weingut hat eine recht menschenfreundliche (jüngere) Geschichte: Die weißen Besitzer haben ihre schwarzen Angestellten systematisch ins Thema Wein eingearbeitet und ihnen so viel Verantwortung übertragen, dass man hier wirklich von erfolgreichem black empowerment sprechen kann. Ein kleines Museum beim Verkaufsraum erklärt die Geschichte von der südafrikanischen Sklaverei über die Apartheid bis heute. Unter den Solms-Weinen sind einige hohe Preisträger.

 

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Townships, Tafelberg und Kapstadt

 

Stadtteil (township) Khayelitsha

 

Stadtteil (township) Khayelitsha

 

Zwei Millionen Bewohner/innen oder mehr leben in den so genannten townships, den ausgedehnten Stadtteilen außerhalb des kolonialen oder modernen Stadtzentrums von Kapstadt, wo ca. eine halbe Million Menschen in privilegierteren Verhältnissen wohnen und arbeiten. Einheimische wie Besucher/innen vermeiden es in der Regel, „township“ mit einem anderen Begriff zu übersetzen, weil diese Lebensräume die gutbürgerliche Vorstellung von einem „Stadtteil“ weit verfehlen. Von der Funktion her entsprechen sie aber einer Vorstadt (suburb), und vom Baustil sind sie meist hochwertiger als z. B. südamerikanische favelas. Beleidigend wäre die Bezeichnung slum.

 

Sindiwe Magona beschreibt in ihrer erschütternden Erzählung Mother to Mother (Ed. David Philip 1998), wie ihre Familie – und Millionen anderer – vom Apartheid-Regime und dessen Umsiedelungspolitik von Blovlei nach Guguletu gezwungen wurde, und wie aus dem Boden der Verzweiflung Gewalttaten (wie die Ermordung von Amy Biehl, das Thema der Erzählung) entsprangen. Für diese Zwangsumsiedelungen bauten die Weißen Ende der 1950er Jahre in den minderwertigsten Landesteilen künstliche Siedlungen mit kleinen, einfachst ausgestatteten Reihenhäuschen. In gewaltsamen Nacht-und-Nebel-Aktionen wurden die schwarzen Bewohner/innen Kapstadts und anderer Städte unter vorgehaltenen Waffen aus ihren angestammten Wohnsiedlungen getrieben, mit Teilen ihres Hab und Gutes auf Lastwagen verfrachtet und in den neuen Gebieten – townships – einfach abgeladen und sich selbst überlassen. Bulldozer ebneten das entvölkerte Gelände sofort ein – eine Rückkehr war ausgeschlossen.

 

Die Infrastruktur in den townships reichte schon damals bei weitem nicht aus, um alle Menschen aufzunehmen, und ein bis heute andauerndes Ringen um Boden und Baumaterial begann. Die unterschiedlichen Niveaus der Behausungen sind bis heute zu sehen, und die informal settlements dehnen sich nach wie vor weiter aus. Weiße bezeichnen die Hütten als shacks, Einwohner sagen shanties, die Kneipen heißen shebeens. Auch einige Händler/innen haben Gewerbe eröffnet; kurioserweise ist einer der am deutlichsten sichtbaren Wirtschaftszweige in den Townships das Friseurhandwerk.

 

Friseurladen in Guguletu

 

Friseurladen in Guguletu

 

Mittlerweile sind die townships weltweit so bekannt geworden, dass sich mehr und mehr Touristen für die Geschichte des Landes und die Lebensumstände seiner Bewohner/innen interessieren. Kapstadt ist nicht nur bei internationalen Jet-Settern, in der queer community und bei Fußballfans höchst angesagt, sondern auch der Inlandstourismus blüht.

 

Bed & Breakfast in Khayelitsha

 

Bed & Breakfast in Khayelitsha

 

So haben einige Familienmütter erkannt, dass sie ihre Fähigkeit, große Familien zu versorgen, auch auf zahlende Gäste ausdehnen können. Mittlerweile gibt es mehr als ein Dutzend Bed & Breakfast-Häuser in den townships, in denen auch weiße Touristen willkommen sind. Indem wir uns mit offenen Augen die Lebensumstände eines Großteils der schwarzen Bevölkerung zeigen lassen, wirken wir auch als internationale Botschafter.

 

Kinder in Guguletu

 

Kinder in Guguletu

 

Geführte Touren durch townships sind buchbar, z. B. direkt bei Liziwe's Guest House, NY111, No 121, Guguletu, 7750, Cape Town, South Africa, Contact: Liziwe or Donald, Tel: +27 (0)21 633-7406, Fax: +27 (0)21 633-7406, Mobile: +27 (0)82 254-9591. Unter “Liziwe’s Guest House” finden Sie bei Google wunderbare Fotos dieses hübschen Hauses mit seiner atemberaubenden Entstehungsgeschichte.

 

Weihnachten verbrachten wir mit Familie und Freunden – Veras Schwester Angela hat uns den klassischen Truthahn serviert. Für uns Europäer war die sommerliche Wärme um diese Jahreszeit ungewohnt, und wir haben jeden Augenblick genossen.

 

Blick von Angelas Balkon in der Panorama Mansion auf den Signal Hill und das Stadtzentrum bis zur Waterfront

 

Signal Hill und das Stadtzentrum bis zur Waterfront

 

Natürlich wollten wir auch das Wahrzeichen der Stadt besichtigen: Zum Tafelberg führen viele Wanderwege mit sehr unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Schilder wie This is not an easy way down oder Experienced climbers only darf man durchaus ernst nehmen! Ohne Angelas kundige Hilfe hätten wir diese wunderbare Route weder gefunden noch bewältigt.

 

Im Aufstieg zum Tafelberg

 

Im Aufstieg zum Tafelberg

 

Beeindruckend sind die plötzlichen Wetterwechsel am Kap und – im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend – die manchmal enorm starken Winde. So bekommt der Tafelberg gelegentlich ein Tischtuch aus Wolken aufgelegt. Wir hatten Glück: Im Aufstieg konnten wir gelegentlich von oben auf eine geschlossene Wolkendecke schauen, aber oben angekommen, war die Sicht bis zum Meer wieder frei.

 

Plötzlich aufziehende Wolken am Tafelberg

 

Plötzlich aufziehende Wolken am Tafelberg

 

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Heiße Berge im Gifberg Rusoort

 

Schon Veras Eltern haben uns von den self catering cottages der Familie Huisamen im Gifberg Rusoort vorgeschwärmt. Nördlich der Cedarberge gelegen und von Kapstadt in ca. 4 Autostunden zu erreichen, findet man hier erheblich wärmere Sommertemperaturen als am Kap vor, eine trockenere und wildere Landschaft. Citrusdaal unbedingt vermeiden – hört sich schön an, ist aber eine versoffene Kleinstadt. Großeinkauf im Superspar in Clanwilliam empfehlen wir dringend, von dort aus ist es noch ca. eine Stunde bis ins Resort. Feuerholz und einige Grundnahrungsmittel gibt es dort zwar, aber wer sich für einige Tage mit Grillgut eindeckt, will gar nicht mehr weg. Grillen – braai – ist ein nationales Kulturgut in Südafrika. Wir haben nicht verstanden, warum man darum so ein Brimborium macht, denn die diversen Grilltechniken kennen wir hier auch, aber es scheint sehr männlich und sehr wichtig zu sein, regelmäßig ein Feuer zu entzünden und Fleischprodukte zu garen. Unbedingt probieren: Straußenfleisch, und beim Gemüse: Grüne Kugelkürbisse (butternut), in Alufolie gewickelt und im Feuer gegart, sind eine Delikatesse.

 

Aussicht von den Cedarbergen

 

Aussicht von den Cedarbergen

 

Die aufwändige und hilfreiche Ausschilderung verschiedenster Ziele hat uns in der ganzen Kapregion immer wieder überrascht. Man kann sich kaum verfahren, wenn man einigermaßen weiß, wo man hin will. Der Straßenzustand in den Gegenden, die man als Tourist besucht, ist hervorragend; auch unbefestigte Pisten sind oft mit dem normalen Straßen-PKW zu befahren, und wenn nicht, dann sind sie entsprechend beschildert bzw. auf Karten erkennbar angegeben.

 

Straßenschilder auf der Piste zum Gifberg Rusoort

 

Straßenschilder auf der Piste zum Gifberg Rusoort

 

Beim Mietwagen beachten: Ein Fahrzeug mit großem Kofferraum empfiehlt sich, so dass kein Gepäck sichtbar bleibt, wenn man das Fahrzeug unterwegs parkt und nicht auslädt. Außerdem alle Versicherungen mitbuchen, z. B. Reifenschäden, Unterbodenschäden und Glasschäden.

 

Rooibos

 

Rooibos

 

Der berühmte Rotbusch (rooibos), aus dem Tee in mittlerweile allen Geschmacksrichtungen hergestellt wird, wächst hier.

 

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Silvester mit Sunset Cruise auf dem Katamaran

 

Das erlebnisreichste Silvesterfest, das wir je erlebt haben, begann mit einer sunset cruise auf einem Katamaran! Unter dem Motto All in white waren ca. 40 Gäste geladen, die meisten aus der German community Kapstadts – man kennt sich. Anke Rochau und ihr Team von That’s Africa! hatten das Schiff schon lange im voraus gebucht. Mit nur zwei Mann Besatzung ist das elegante Teil bereits segelfähig.

 

Katamaran an der Mole der V&A Waterfront

 

Katamaran an der Mole der V&A Waterfront

 

Die V&A Waterfront (benannt nach dem britischen Königspaar Victoria and Albert) ist ein schicker Hafenbereich mit vielen Läden und Restaurants. Auch der bayrische Paulaner Biergarten hat sich hier niedergelassen. Am Neujahrsmorgen haben wir hier ein Weißwurstfrühstück eingenommen.

 

Wie alle Deutschen wissen, kommt im Fernsehen an jedem 31.12. um 21 Uhr das alte englische Theaterstück Dinner for One mit Freddy Frinton, dem betrunkenen Butler. Freundlicher Weise übernahm einer der Gäste diese Rolle und sorgte unter sagenhaften Balanceakten dafür, dass wir nur mit leeren Sektflaschen zurück kamen.

 

Katamaran

 

So ging ein für uns erlebnisreiches Jahr mit einem traumhaften Sonnenuntergang an der Südspitze Afrikas seiner letzten Nacht entgegen…

 

Sonnenuntergang an der Südspitze Afrikas

 

 

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Hausboot auf dem Knynsa River

 

Als wir bereits im Juli recherchierten, wo man in Südafrika ein Hausboot mieten kann, um auf Binnengewässern herumzuschippern, hatten wir ein bestimmtes Bild vor Augen: Blaugrünes Lagunenwasser, üppig grüne Ufer, Vogelgezwitscher, warme Tage und verträumte Sonnenuntergänge.

 

Lightley’s Houseboats schien all dies zu versprechen, das Gebiet am Fluß Knysna (sprich: „Neisna“) sah aus, als würde man vom oberen Ende der Lagune bis zur Mündung des Knysna ins Meer bei den Knysna Heads etwa drei Stunden unterwegs sein. In Wirklichkeit war es dann knapp eine Stunde, und in der Mitte des Gebietes gibt es eine Eisenbahnbrücke, deren Durchfahrt so niedrig ist, dass man die Brücke nur bei Ebbe unterqueren kann, und das auch nur bei Tageslicht und innerhalb eines 3stündigen Zeitfensters. Routenplanung ist angesagt.

 

Da wir uns mit Booten in keiner Weise auskennen, nahmen wir an, dass es eine entsprechende Einweisung geben würde. Wer wollte uns sonst ein Boot anvertrauen!?

 

Die Royal Dawn, unser Zuhause für einige Tage

 

Hausboot Royal Dawn

 

Innen sind die Hausboote ausgestattet wie ein guter Wohnwagen: Gasbetriebener Kühlschrank und zweiflammiger Gasherd, sogar mit Backofen, Nasszelle mit tragbarem WC und Dusche, zweischläfriges Bett auf der Bugseite und viersitziger Tisch im Wohnbereich, auch hier könnten noch zwei Personen schlafen. Die Aqua Chalets sind noch größer.

 

Innenausstattung des Bootes

 

Innenausstattung des Bootes

 

Die Unkompliziertheit, mit der in Südafrika so manches betrieben wird, haben wir dann beim Einchecken kennen gelernt: Zehn Minuten Video, wie man mit dem Boot navigiert und wo man ankern darf, any questions? Dazu bekamen wir eine Mappe mit ca. 40 Kopien zum Navigieren und Nachschlagen: Tidentabellen, Durchfahrtszeiten für die Eisenbahnbrücke, Ankerplätze, wie man den Anker wirft und wie man ihn wieder rauskriegt, und die rudimentären Seefahrts-Vorfahrts-Regeln für verschiedene Wasserfahrzeuge.

 

Navigationsplan mit nummerierten Bojen

 

Navigationsplan mit nummerierten Bojen

 

Im Prinzip waren nur zwei Dinge klar: Auf jeden Fall die Schiffsschraube schonen, also keinesfalls auf die Austernbänke auflaufen oder mit hoher Geschwindigkeit auf eine Sandbank rauschen. Und wie finden wir uns zurecht? Strictly navigate by the buoys, genau nach den Bojen navigieren. Es sah aus wie „Malen nach Zahlen“, und was sich daraus ergab, war erst mal ernüchternd: Die Fahrrinne in dem ganzen Gebiet ist so seicht, dass man tatsächlich genau beachten muss, wann Ebbe und Flut sind – und wo die Bojen liegen. Wenn sie denn da wären. Der Plan ist Theorie – in der Praxis fehlt jede dritte!

 

Enten auf dem Bootsdach

 

Enten auf dem Bootsdach

 

Seltsame Geräusche am Morgen: Was kratzt da? Kurze Panik – hat sich der Anker gelöst, sind wir abgetrieben oder gar aufgelaufen? Nein, wir haben Gäste! Die Enten nutzen unser Bootsdach als Aussichtsplattform. Leider bleiben ihre Hinterlassenschaften da.

 

Irgendwann ist es dann so weit: Wir setzen das Boot vorsichtig auf eine ufernahe Sandbank. Glücklicherweise ist das Wasser angenehm warm. Die bräunliche Farbe zeugt nicht von Schmutz, sondern vom fynbos, den kleinblättrigen Blattgewächsen am Fluss.

 

Ablegen von der Sandbank

 

Ablegen von der Sandbank

 

 

Joachim hat eine Idee, wie wir den Kahn wieder flott kriegen: „Ich geb dem Boot einen kleinen Schubs und springe dann auf!“ Während Vera achtern den Motor ins Wasser senkt, ist am Bug ein lautes „platsch!“ zu hören – der weiche Boden lässt Joachims Füße so tief einsinken, dass von Abspringen keine Rede sein kann. Er hat unfreiwilig ein Vollbad genommen.

 

Glücklicherweise war das Wetter mittlerweile richtig gut geworden. Abgelegt hatten wir am ersten Tag nämlich bei Wind und waagerechtem Nieselregen. Auf den ersten schönen Abend mussten wir eine Weile warten. Letztlich war das aber sehr entspannend, denn auf dem Boot hat man wirklich seine Ruhe und kann einfach nur abhängen. Wer auf diesem engen Raum mehrere Tage harmonisch miteinander auskommt, hat einen Beziehungstest fürs Leben bestanden! Wir haben die Zeit genossen und können noch heute die Erinnerung wach rufen, wie sich das Boot sanft schaukelnd im Wasser dreht.

 

Falls doch jemand an Land will: Auf Thesen Island, der Halbinsel vor der kleinen Hafenstadt Knysna, empfehlen wir die Bäckerei und das Café Ile de pain – der hot spot für alle, die hier ein paar entspannte Tage verbringen. Wer Fisch und Austern mag, findet in der Knysna Oyster Company zu realistischen Preisen ein gutes Angebot, sowohl im Restaurant als auch zum (roh) Mitnehmen. Joachim hat gleich zwei Austerngerichte zu sich genommen.

 

Eines von Veras Lieblings-Urlaubsfotos hat Joachim am oberen Ende der Lagune aufgenommen: In einem Kleid des südafrikanischen in-labels Stoned Cherry, das Angela ihr vorgeschlagen hat, und mit einem Chardonnay der Petite Ferme. Der Wein hat bis zum Ende des Urlaubs gereicht. Wir kommen wieder!

 

Knysna River

 

Knysna River

 

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